Dr. Pfleger
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Grauer Star

Wenn sich die Augenlinse trübt

Der Graue Star (die Cataract) bezeichnet eine Trübung der normalerweise klaren Augenlinse.

Symptome

• Sehverschlechterung Ferne und Nähe z.B. bei Autofahren, TV, Museum, Theater

• Sehbeeinträchtigung in der Dämmerung und Nacht

• Blendungserscheinungen beim Erkennen von Details im alltäglichen Leben

• Empfindlichkeit gegenüber Licht und vermehrte Blendung

• Schatten um Lichtquellen

• Schwierigkeiten beim Lesen

• Veränderung der Farbempfindung, Gelb- bzw. Braunfärbung

• Auftreten von Doppelbildern oder Mehrfachsehen (üblicherweise an einem Auge)

Der Graue Star verursacht keine Schmerzen. Häufig tritt der Graue Star erst im höheren Lebensalter auf. Das Fortschreiten der Linsentrübung geschieht meist langsam und beeinflusst in der Anfangsphase das Sehen nicht. In dieser Zeit können stärkeres Licht oder Brillengläser helfen, die auftretenden Sehprobleme zu verbessern. Ab einer gewissen Beeinträchtigung sollte die getrübte Linse operativ entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt werden.

Dank der sehr großen Fortschritte in der operativen Augenheilkunde ist diese Behandlung eine der sichersten und weltweit am häufigsten durchgeführten überhaupt geworden.

Ursachen/Risikofaktoren/Prophylaxe

Der Graue Star kann sich auf einem oder auch auf beiden Augen entwickeln.
Die menschliche Augenlinse ist in drei Bereiche gegliedert, in einen äußeren Teil (capsula), einen mittleren weichen Anteil (cortex) und einen inneren harten Kern (nucleus), ähnlich einer Frucht. Dementsprechend kann sich der graue Star in einer dieser Schichten aber auch in jeder Kombination entwickeln.
Die häufigste Form ist der sogenannte „Kernstar“.

Der Graue Star kann auch angeboren sein und wird, falls notwendig, bereits im Babyalter operiert.

Die genauen Ursachen, die zur Entwicklung des Grauen Stars führen, sind nicht bekannt. Rauchen und exzessive UV-Licht Exposition sind jedoch allgemein als Risikofaktoren anerkannt, da beides zur Entwicklung sogenannter „freier Radikale“ führt.

UV-Schutz mit einer qualitativ hochwertigen Sonnenbrille ist eine adäquate Prophylaxe. Auch unterstützt eine ausgeglichene Ernährung mit viel Obst und Gemüse den Abbau freier Radikale.

Weitere Risikofaktoren sind unter anderem Erkrankungen wie Diabetes mellitus, längere Behandlung mit Cortison, frühere Verletzungen oder Krankheiten des Auges.