Dr. Pfleger
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OCT

Beurteilung der Netzhaut

OCT (Optische Kohärenz Tomographie) ist die High End Lösung zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei  Erkrankungen der Netzhaut, des Sehnervs sowie der Hornhaut.

Wann wird diese Untersuchung durchgeführt?
Bei Verdacht bzw. zur Verlaufskontrolle z.B. bei folgenden Erkrankungen:

  • AMD – trockene oder feuchte Netzhautverkalkung (Maculadegeneration)
  • Grüner Star – Glaukom
  • Diabetes mellitus
  • Hornhauterkrankungen
  • nach Augenoperationen

Warum wird diese Untersuchung durchgeführt?

Für viele Erkrankungen des Auges stehen heute Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Die frühzeitige Erkennung ist oft der entscheidende Faktor für den Erhalt der Sehkraft.

Eine häufige Erkrankung ist die altersbedingte Maculadegeneration (AMD). Bei dieser Erkrankung ist die zentrale Netzhaut betroffen, der Bereich, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Das OCT erkennt diese Erkrankung in einem sehr frühen Stadium und unterscheidet  zwischen der häufigeren trockenen und der aggressiveren feuchten Form (20%). Dies ist für die Wahl der Therapie von entscheidender Bedeutung.

Beim Vorliegen einer Diabetischen Retinopathie kommt es zu einer Störung der Durchblutung der Netzhaut und im Verlauf oft zu einer schädlichen Eilagerung von Flüssigkeit oder Neubildung von Membranen. Das OCT erkennt solche Veränderungen bereits im Frühstadium.

Beim Grünen Star (Glaukom) kommt es im Verlauf der Erkrankung zum Verlust von Nervenfasern im Bereich des Sehnervs. Dies geschieht schmerzfrei und häufig über Jahre unentdeckt. Früher wurde das Glaukom ausschließlich mit erhöhtem Augeninnendruck gleichgesetzt. Heute wissen wir, dass bis zu 50% aller Glaukome keinen erhöhten Augendruck haben. Daher schließt die alleinige Augendruckmessung ein Glaukom nicht aus. Das OCT erkennt Veränderungen der Nervenfaserschicht oft Jahre bevor die Veränderungen subjektiv bemerkt werden und hilft somit, die Folgen einer solchen Erkrankung, nämlich Gesichtsfeldausfälle, durch frühzeitige Behandlung zu verhindern.

Dies sind nur einige Beispiele von Erkrankungen, bei denen das OCT, das modernste uns zur Verfügung stehende bildgebende Verfahren, im Bereich Netzhaut, Sehnerv und Hornhaut eingesetzt wird.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Die Untersuchung ist schnell, erfolgt ohne Berührung des Auges und ohne Gebrauch von Kontrastmittel.

Das von uns verwendete OCT Heidelberg Spectralis ist derzeit das einzige Gerät am Markt, das OCT-Bilder bei Folgeuntersuchungen automatisch an exakt derselben Stelle positionieren kann wie bei der Erstuntersuchung. Augenbewegungen werden erkannt und kompensiert (eye tracking).

Dadurch ist es möglich exakt zu beurteilen, ob eine Krankheit voranschreitet bzw. eine Therapie die gewünschte Wirkung zeigt.

Das von uns verwendete OCT verfügt außerdem über eine BluePeak – Blue Laser Autofluoreszenz. Das Gerät ermöglicht so die Darstellung des RPE/Fotorezeptor-Komplexes ohne Gabe von Kontrastmittel und bietet dadurch einen „Gesundheitscheck“ in Hinblick auf eine Makuladegeneration (AMD)

Da wir diese Untersuchung nicht direkt mit den Krankenkassen verrechnen können, sind die Kosten in Höhe von € 85.- vom Patienten zu bezahlen.